5 Wege, wie du leichter einschläfst! Gedankenkarussell aus!

Journaling Natur

Warum war ich heute so geladen? Habe ich bei dem Streit meiner Jungs richtig reagiert? Meine Freundin hat sich auch den ganzen Tag nicht gemeldet. Hoffentlich wird das Husten des Kleinen nicht eine richtige Verkühlung… Milch habe ich vergessen einzukaufen! …Ich denke und denke. Ich komme von einem Gedanken zum nächsten und weiter und weiter, obwohl ich mit einer bleiernen Müdigkeit ins Bett gekrochen bin und einfach nur schlafen will. Noch eine Stunde später ist an Einschlafen nicht zu denken. Was kann ich tun? Ich will doch nur schlafen, schlafen, schlafen.

Am nächsten Morgen habe ich sofort nachgeforscht und ein paar Hilfen zusammengetragen, damit ich wieder schneller einfschlafen kann. 5 Wege, die sicher helfen:

1. Nimm ein Blatt Papier und schreibe alle deine Erledigungen und offenen Fragen oder Gedanken auf. So verlassen sie über die Hand das Gehirn, geistern nicht mehr herum, sondern warten geduldig auf den nächsten Tag.
2. Schalte dein Handy aus oder auf Flugmodus, schalte das Wlan und alle elektronischen Geräte im Schlafzimmer aus, damit dein Körper und dein Geist zur Ruhe kommen und nicht gestört werden.
3. Trinke einen beruhigenden Kräutertee: Melisse, Baldrian oder Kamille sind nervenberuhigend.
4. Atme ein paar Mal tief in den Bauch hinein und aus. Lasse deine Gedanken mit dem Atem ausströmen, lass sie ausgehen, denn morgen ist auch noch ein Tag.
5. Schläfst du nach ca. 20 Minuten immer noch nicht, dann steh auf und gehe in einen anderen Raum. Lies etwas, höre beruhigende Musik oder mach ein paar Yogaübungen, aber schalte nicht den Fernseher ein oder nimm das Handy in die Hand – das lässt dich wieder erwachen und kurbelt dein Gedankenkarussell wieder an. Warte auf die neuerliche Müdigkeit und geh wieder ins Bett.

Nächstes Mal besuche ich Thomas, einen Energieberater, und frage ihn, welche Einschlafhilfen er für mich parat hat.

Schlaf gut, lebe besser!
Deborah

Warum das hilft – kurz erklärt

Das nächtliche Gedankenkarussell ist ein typisches Zeichen von „Hyperarousal“ – einer inneren Überaktivierung, die das Gehirn wachhält, obwohl der Körper müde ist. Genau hier setzen die bewährtesten verhaltenstherapeutischen Techniken an: nicht stundenlang wach im Bett liegen bleiben (lieber kurz aufstehen), nicht auf die Uhr sehen und die Sorgen früh am Abend einmal aufschreiben, statt sie mit ins Bett zu nehmen. Diese Ansätze sind Kern der kognitiven Verhaltenstherapie bei Insomnie – der wirksamsten Methode gegen anhaltende Einschlafprobleme. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) fasst die wichtigsten Techniken in ihrem Patientenratgeber zusammen.

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