Der Mensch braucht Schlaf und die Wissenschaft zeigt in vielen Studien auf, dass wir genügend und erholsam schlafen müssen, damit wir leistungsfähig, geduldig sind oder auch gesund bleiben.
Genügend Schlaf
– fördert das Gedächtnis,
– hält schlank, weil es Essensgelüste reduziert,
– schützt vor Erkrankungen
– macht glücklicher, weil man weniger ängstlich oder niedergeschlagen ist,
– man lernt leichter,
– merkt sich das Gelernte besser.
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ToggleDoch wie viel Schlaf brauchen wir eigentlich?
Matthew Walker zeigt in seinem Buch „Das große Buch vom Schlaf“, dass wir leider durch die Industrialisierung meistens monophasisch schlafen, d.h. eine einzige lange Schlafphase in der Nacht haben, im Durchschnitt weniger als 6 Stunden.
„Naturvölker schlafen biphasisch: 7 bis 8 Stunden Schlaf in der Nacht und nachmittags ein Schläfchen zwischen 30 und 60 Minuten.“
Matthew Walker
Diese Schlafphasen sind in der Biologie der Menschen tief verwurzelt, kennt man doch dieses Müdigkeitsgefühl nach der Mittagspause – Meetings also besser davor oder danach ansetzen. Auch die Nachmittagsschule müsste dies eigentlich berücksichtigen.
Die moderne Gesellschaft aber, checkt noch kurz vor Mitternacht die letzten Emails und steht zu früh wieder auf – wir kommen auf zu wenig Schlaf und leben gegen den normalen Lebensrhythmus.
Wir brauchen aber diese mindestens 7 bis 8 Stunden Schlaf, damit
1. wir die intensiven REM-Phasen haben, denn
2. dadurch werden die kognitive Kreativität, emotionale Intelligenz und die sozialen Fähigkeiten gefördert.
3. Der Schlaf am frühen Abend mit reichlich Non-REM-Schlaf ist vor allem für das Erinnerungsvermögen sehr wichtig – also Schülerinnen und Schüler aufgepasst: Das Lernen vor einem Test bis tief in die Nacht ist der falsche Weg!
Fazit: Steht zu eurem natürlichen Schlafbedürfnis von ca. 8 Stunden, denn das ist das Beste, was ihr für eure Gesundheit und euer Streben nach Glück tun könnt. Schlaft gut, lebt intensiver!
(aus: Prof. Dr.med. Matthew Walker (2018): Das große Buch vom Schlaf. Die enorme Bedeutung des Schlafs. Beste Vorbeugung gegen Alzheimer, Krebs, Herzinfarkt und vieles mehr. Goldmann Verlag, München)
Wie viel Schlaf ist wirklich „richtig“?
Die ehrliche Antwort der Schlafforschung: Es gibt keine allgemeingültige Zahl. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) rät ausdrücklich davon ab, sich starr an Vorgaben wie „sieben Stunden“ zu klammern. Der Schlafbedarf ist von Mensch zu Mensch verschieden und zu einem großen Teil genetisch bestimmt.
Eine große Auswertung mit rund 500.000 Erwachsenen (veröffentlicht in Nature Aging) fand im Durchschnitt etwa sieben Stunden als günstigsten Wert. Wichtig ist aber: Das ist ein statistischer Mittelwert über eine halbe Million Menschen – kein persönliches Soll. Wer von Natur aus weniger oder mehr Schlaf braucht, tut sich mit dem Erzwingen von genau sieben Stunden womöglich keinen Gefallen. Entscheidend ist neben der Dauer vor allem die Schlafqualität: Wie ungestört und tief du schläfst, zählt mindestens so viel wie die Stundenzahl. Mehr dazu in der Einordnung der DGSM im Deutschen Ärzteblatt.
Ein guter Alltagstest ist deshalb nicht die Uhr, sondern dein Befinden: Wachst du die meisten Tage erholt auf und kommst ohne dauerhaften Kaffee-Schub durch den Tag, passt deine Schlafmenge vermutlich für dich.
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