Viele kleine Kräuter-Helferlein wachsen im Garten, sogar im Blumenkistchen – sie helfen dir, leichter einzuschlafen und schmecken unheimlich gut: Melisse, Lavendel. Hier 3 Rezepte für den guten Schlaf.
Nächtliches Herumwälzen, am Abend schwer zur Ruhe kommen und nicht einzuschlafen und dann gerädert und müde am nächsten Tag aufstehen – das kennen viele. Dabei gibt es kleine Helferlein, die dir helfen, eine entspannte und erholsame Nacht zu haben.
Lavendel und Melisse: Sie sind Naturheilpflanzen, die eine herrlich beruhigende Wirkung auf uns Menschen haben. Diese Kräuter wachsen in jedem Garten oder in einer kleinen Kräuterpyramide auf deinem Balkon. Hervorragend wirken sie als Heilkräuter, weil sie das Einschlafen fördern. Sie beruhigen die Sinne und machen natürlich müde .
Schlaffördernde Heilpflanzen wirken nach ca. 2-3 Wochen, also bitte wirklich regelmäßig auf eine lange Zeit einnehmen.
Lavendel: Im Lavendel, genauer gesagt in der Blüte, ist Linalool zu finden, dieser Wirkstoff hilft uns geistig loszulassen. Erntezeit der Blüten ist Mitte Juli bis Anfang August (Die Köpfchen sollen noch geschlossen sein).
Melisse: Melisse ist ein etwas nach Zitrone duftendes Kraut. Einfach im Garten oder in einem Töpfchen in der Sonne wachsen lassen.
Melissentee entspannt und wirkt beruhigend, im Sommer einfach mit kaltem Wasser aufgießen, Zitronen und Eiswürfel dazu – ein herrliches Sommergetränk.
- Lavendelhonigmilch: Die Beruhigung und Entspannung, den Alltag hinter sich lassen – die Lavendel-Honigmilch wirkt Wunder.
¼ l Milch, ½ TL Lavendelblüten, ½ TL Gänsefingerkraut (wächst an Rändern von Wegen, Wiesen und Äckern, auch in der Apotheke erhältlich).
1 TL Honig – die Milch mit den Kräutern anwärmen und 10 ziehen lassen. Abseihen, Honig dazu. Die Lavendel-Honigmilch warm trinken und himmlisch schlafen.
- Schlaftee: 2 Teile Melisse, 2 Teile Hopfen, 1 Teil Lavendel, 1 Teil Baldrian.
1 TL getrocknete Kräutermischung mit ½ l frischem, heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen, dann abseihen. Am Abend 1-2 Tassen. Oder als Tinktur und ein paar Tropfen auf die Zunge geben. Hopfen und Baldrian sind auch in der Apotheke erhältlich.
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Ja, auch das ist eine wertvolle Hilfe zum Einschlafen. Zirbenduft, Hopfen, Lavendel und Melisse haben den stark schlaffördernden Effekt. Der Duft beruhigt und entspannt Körper und Geist.
Einen Baumwollstoff mit einer Mischung aus Zirbenspäne und getrockneten Kräutern füllen – tagsüber auf den Polster legen, am Abend zur Seite geben und den Duft auf dem Schlafpolster genießen. Zusätzlich hilft das 2-Kammern- oder 6-Kammern-Kissen mit Zirbenspänefüllung.
Alle Informationen sind aus „Das große kleine Buch: Hausmittel für die innere Ruhe“ von Karin Buchart 2. Auflage, Red Bull Media House GmbH 2023.
Was die Wissenschaft zu Lavendel sagt
Ehrlich eingeordnet: Lavendel ist kein Schlafmittel, aber auch nicht bloß Einbildung. Mehrere kleinere Studien deuten darauf hin, dass der Duft die subjektiv empfundene Schlafqualität verbessern kann – vor allem bei leichten Schlafproblemen. Die Aussagekraft ist allerdings begrenzt: Die Teilnehmerzahlen sind klein, die Methodik oft nicht ideal, und ein Placeboeffekt lässt sich nicht ausschließen. Das unabhängige Portal Medizin transparent fasst die Studienlage nüchtern zusammen.
Für dich heißt das: Als sanftes Abendritual ist Lavendel eine schöne, risikoarme Sache – erwarte aber keine Wunder. Die stärksten Hebel für guten Schlaf bleiben Regelmäßigkeit, Morgenlicht und ein kühles, ruhiges Schlafzimmer. Ein Kräuterkissen kann diese Basis angenehm ergänzen, ersetzt sie aber nicht.
Kissen mit Zirbenspäne
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