Das Frühjahr kommt, alles beginnt zu blühen und auszutreiben, die Sonne hat wieder an Stärke gewonnen. Endlich scheinen die Lebensgeister Schwung und Elan zu bekommen, als plötzlich eine leidige, schwermütige Müdigkeit Besitz von dir ergreift, die unleidliche Frühjahrsmüdigkeit.
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ToggleWarum gibt es die Frühjahrsmüdigkeit?
Zeitumstellung: Viele Menschen leiden unter der Zeitumstellung, in der Regel passt sich der Körper aber in 4 bis 14 Tagen an.
Wetterumschwünge: Sie wirken sich auf das Kreislaufsystem aus und viele Menschen kämpfen mit Schwindel, Blutdrucksschwankungen und Energieproblemen.
Längere Tage, wärmere Temperaturen: Der Körper muss sich erst an die neuen Bedingungen anpassen und braucht ca. 3 bis 4 Wochen dafür.
Serotonin und Melatonin: Serotonin, das Energie- und Gute-Laune-Hormon wird durch Licht erzeugt, also wird im Frühjahr durch vermehrte Sonneneinstrahlung mehr Serotonin produziert und ausgeschüttet, was gleichzeitig das Gute-Schlaf-Hormon Melatonin, das uns erholsam und tief schlafen lässt, drosselt.
Was kann ich tun?
Licht: Geh vor allem in der Mittagszeit raus ins Licht, lass die Sonnenstrahlen dein Gesicht kitzeln und reine Energie fließt in deinen Körper.
Luft: Gähnst du schon vor dich hin, reiß das Fenster auf, atme ein paar Mal tief ein und aus. Die frische Luft bringt wieder neuen Schwung.
Wasser: Stelle dir einen Krug frisches Wasser bereit und trink regelmäßig. Gib Zitronenmelisseblätter oder Minzeblätter und ein paar Scheiben Zitrone hinein – der Frischekick belebt deinen müden Geist.
Gut schlafen: Gönne dir zu Mittag einen 30-minütigen Schlaf und profitiere den ganzen Tag davon. Geh am Abend früh ins Bett, lüfte vorher dein Zimmer und lass dir am Morgen etwas mehr Zeit, ohne Stress aufzustehen. Das Räkeln am Morgen entspannt den Körper und den Geist, so stehst du mit einem wohligen Gefühl auf und hast mehr Energie.
Ehrlich betrachtet: Wie viel steckt wirklich dahinter?
So vertraut das Gefühl ist – wissenschaftlich ist die Frühjahrsmüdigkeit gar nicht eindeutig belegt. Dass wir im Frühling müder wären als in anderen Jahreszeiten, konnte bisher nicht sauber nachgewiesen werden, und auch die beliebte Melatonin-Erklärung ist wackliger als oft dargestellt: In Untersuchungen lagen die Melatoninwerte im Sommer und Winter tagsüber ähnlich hoch. Kurz gesagt: Das Phänomen ist real erlebbar, seine gängige Erklärung aber nicht gesichert.
Was dagegen zuverlässig hilft, ist gut belegt und deckt sich mit den Tipps oben: viel Tageslicht (am besten morgens), Bewegung an der frischen Luft und ein regelmäßiger Schlafrhythmus. Einen nüchternen Überblick gibt die BARMER in ihrem Beitrag zur Frühjahrsmüdigkeit. Hält die Müdigkeit länger an, lohnt der ärztliche Blick – dahinter kann etwa auch ein Eisen- oder Vitamin-D-Mangel stecken.
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